Exklusive Mode ohne Tierleid
Elegante Mode ohne Tierpelze,
Seide, Wolle oder andere tierische Produkte
Die wahren Stars
des Abends: Die Studentinnen der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg
Zu ihrem 10-jährigen Bestehen in Deutschland präsentierte die internationale Tierrechtsorganisation PeTA im Hamburger Hotel Vier Jahreszeiten eine ungewöhnliche Modenschau. Prominente Models wie Vanessa (No Angels), Bela B. (Die Ärzte), Jasmin Wagner (ehemals Blümchen), Cosma Shiva Hagen, Juliette Schoppmann (Superstar) und viele andere Stars und Sternchen trugen Mode zur Schau, die die Modebranche revolutionieren könnte: Alle Kleider wurden aus tierfreundlichen Materialien gefertigt!
Möglich machten dies die Studenten der Abschlussklasse an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg (HAW, Armgartstraße), die sich monatelang mit diesem Thema befassten. Das Resultat darf sich sehen lassen! Wir sprachen mit Karin Beger, Designerin und Leiterin des Projekts, und mit Studentinnen, welche die tierfreundlichen Modekreationen entwarfen und fertigten.
Vier Monate hatten die Studentinnen und Studenten der angesehenen Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaft unter der Leitung von Modedesignerin Prof. Sibilla Pavenstedt daran gearbeitet, die Modelle für die Modenschau zu entwerfen: Outfits, die dem Tier huldigen, dessen Schönheit zeigen und gänzlich ohne Verarbeitung tierischer Materialien hergestellt wurden.
Wir sprachen mit Karin Beger, Designerin und Lehrbeauftragte für den Fachbereich Modedesign an der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaft.
Ve g: Frau Karin Beger, Ihre Studenten haben eine bezaubernde Modekollektion kreiert. Sie sagen, alle Stoffe und Materielien, die verwendet wurden, seien nicht vom Tier?
Frau Beger: Ja, wir haben statt der Tierpelze Pelzimitationen benutzt. Und es ist kein Leder, keine Wolle auch keine Seide in den Stoffen - auch kein Büffelhornknopf ist zu finden. Ich fand dieses Projekt wunderbar.
Ve g: Mode ohne Tierleid - warum?
Frau Beger: Ja, Mode ohne Tierleid - im wahrsten Sinne. Wir brauchen dieses Projekt, weil der Zeitgeist danach schreit. Vielleicht denken die Menschen so einfach wieder einmal nach, was mit den Tieren in dieser Welt passiert - auch, wenn sie das nächste Mal Hühnerfleisch essen oder Pute. Ich lebe vegetarisch und ich finde das eine wunderbare Art und Weise zu leben. Das Projekt hat natürlich Diskussionen unter den Studenten ausgelöst. Einige der Studenten sind Vegetarier oder sind vielleicht durch das Projekt Vegetarier geworden. Aber hier kommt gerade eine der beteiligten Studentinnen, Lilli Wienand. Fragen Sie sie selber.
Ve g: Wie war die Einstellung der Studenten zu diesem Projekt?
Lilli Wienand: Wir fanden dieses Projekt sehr gut und richtig, weil wir uns Gedanken machen mussten, wie wir tierische Materielien, z.B. Pelz, ersetzen können. Die Wärme des Pelzes, den Glamour, die Struktur. Wir haben uns dadurch auch mit den Tieren beschäftigt und mit dem, was man ihnen für Pelz, Leder und Wolle antut.
Ve g: Hat dieses Projekt auch Auswirkungen auf Ihr weiteres Leben?
Lilli Wienand: Ja - auf mein Privatleben, aber eben auch auf das Berufsleben. Ich frage mich jetzt doch: Will ich überhaupt eines Tages irgendwo mit Pelz arbeiten? Muss das überhaupt sein? Gibt es nicht etwas, das genau so schön - oder vielleicht noch schöner - aussieht?
Ve g: So ist also durch dieses Projekt nicht nur bei den Zuschauern der Modeschau, sondern auch bei euch Studenten viel angestoßen worden?
Lilli Wienand: Wir sind durch dieses Projekt auf ganz neue Materialien gestoßen, auf die wir sonst nicht gekommen wären. Ich habe mich mit Pflanzenmaterialien beschäftigt, wie Palmblätter, Stroh, Heu. Schuhe zum Beispiel sind heute fast immer aus Leder. Inzwischen gibt es jedoch Materialien, die aussehen wie Leder, aber doch nicht Leder sind. Durch dieses Projekt für PeTA ist viel in unseren Köpfen passiert.
Susan Sideropolus, Cosma Shiva Hagen, Vanessa (»No Angels«) und Nova Meierhenrich (VIVA)
Bild rechte Seite oben:
Schauspieler Christian Kahrmann
Bela B. (»Die Ärzte«) gegenüber »Vegetarisch genießen«: »Ich muss ehrlich gestehen, ich bin im Moment leider kein richtiger Vegetarier mehr. Ich war es. Ich sündige hie und da, aber nicht zu häufig. Wenn ich aber privat koche, dann koche ich nur vegetarisch. Ich kann aber sagen, dass man sehr gut rein vegetarisch leben kann. Man bekommt alle nötigen Vitamine und alles, was der Mensch braucht. Gestern war ich in einem Restarant mit einer vegetarischen Speisekarte - da gab es ganz leckere Gerichte.«
In der PETA-Aftershow-Party wurde veganes Fingerfood auf silbernen Tabletten gereicht: Mini-Frühlingsrollen, frittierte Champignons, gefüllte Cocktailtomaten mit Pesto, Gurkenringe gefüllt mit Ratatouille, gemischte Gemüse in Tempurateig und viele weitere gesunde Leckereien, alles ganz ohne Tierleid.
Jasmin Wagner (bekannt als »Blümchen«) isst schon längere Zeit kein Fleisch mehr: »Wenn ich Gemüse koche und stelle mir vor, ich müsste jetzt noch Fleisch dazu machen - das wäre mir allein schon von der Arbeit her zu viel«, sagt sie lachend. »Am liebsten esse ich indische, würzige Sachen, ich mag eigentlich alle asiatischen Spezialitäten.« Das Leid der Tiere sollte die Menschen wach rütteln, meint Jasmin. Ihr Rat: Fleischesser sollten vielleicht als Übergang nur noch einmal pro Woche Fleisch essen und dieses beim Biobauern holen.
Live-Act: Juliette Schoppmann


























