»Mit dem Ausspruch ‘Bismillah’ - im Namen Gottes - beginnt in Arabien fast jede Mahlzeit und endet mit ‘Allhamdu lillah’- gelobt sei Gott. Unter der sengenden Sonne, in der kargen Wüste glauben die Menschen so fest wie in kaum einem anderen Teil der Erde an den Schutz eines höheren Wesens.
Jeder Schluck Wasser, jeder Bissen ist für sie ein Geschenk Gottes. Und dieses Bewusstsein wurzelt nicht erst seit Kenntnis des Korans in ihnen.
Vor allem die Wüstenbewohner, die mit ihren Herden umherziehenden Nomaden, vergessen zudem nicht, dass sie auf gegenseitige Hilfe angewiesen sind. Und so wird jeder, ob Freund oder Fremder, als Gast willkommen geheißen und ihm an der Tafel der Ehrenplatz eingeräumt.
Die schon sprichwörtliche Gastfreundschaft in den Ländern der arabischen Welt gibt es auch heute noch.«
Petra Casparek und Erika Casparek-Türkkan,
»Küchen der Welt: ARABIEN«
Arabische Impressionen aus Tunesien
Einer alten Legende nach soll Allah bei der Erschaffung des Menschen aus zwei übriggebliebenen Lehmstücken das Kamel und die Dattel erschaffen haben! Insgesamt gibt es mehr als hundert Dattelsorten.
In den Oasen Arabiens gedeihen daneben auch
Trauben, Melonen, Zitrusfrüchte, Granatäpfel, Aprikosen und Feigen. Ebenso sämtliche Gemüsesorten. Besonders beliebt sind Auberginen, die auch »Fleisch des armen Mannes« genannt werden. Jede arabische Hausfrau kennt Dutzende von Auberginenrezepten.
Getrocknete Hülsenfrüchte sind lange haltbar und lassen sich gut transportieren. Allein schon deshalb sind sie »wüstentauglich«. Sehr beliebt sind Kichererbsen. Aus ihnen lässt sich »Falafel« bereiten, kleine Frikadellen aus Kichererbsenteig, eine vegetarische Spezialität aus Jordanien und Syrien. Ebenfalls aus Kichererbsen besteht Hummus, ein Brei aus gekochten, pürierten Kichererbsen und Sesammus.
Aus: www.ex-oriente-lux.de
Arabische Gastfreundschaft ist sprichwörtlich
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Die Lehmhäuser der Berber geben den Dörfern einen biblischen Touch. Die Araber freuen sich über jeden Besuch. Ihre Gastfreundschaft ist wirklich sprichwörtlich. Gerne wird zum Essen eingeladen. Touristinnen werden manchmal spaßeshalber vor dem gemeinsamen Essen standesgerecht eingekleidet, um nach dem Mahl bei einem Tänzchen mit arabischer Musik mitzumachen. • Erst aus der Luft sieht man die Innenhofe der Häuser, die sonst dem Betrachter verborgen bleiben. Als Gast bekommt man Zugang zu den Innenhöfen und wird Zeuge von dem fleißigen Treiben der Bewohner. • Auf diesem Bauernhof steht über jeder Türe der Name des Bewohners. Über dem Eingang zur Küche steht »Mama«. Sie ist wohl die Hausmutter und verantwortlich, dass alle - vor allem die Gäste - genug zu essen bekommen.
























