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»Mit dem Ausspruch ‘Bismillah’ - im Namen Gottes - beginnt in Arabien fast jede Mahlzeit und endet mit ‘Allhamdu lillah’- gelobt sei Gott. Unter der sengenden Sonne, in der kargen Wüste glauben die Menschen so fest wie in kaum einem anderen Teil der Erde an den Schutz eines höheren Wesens.
Jeder Schluck Wasser, jeder Bissen ist für sie ein Geschenk Gottes. Und dieses Bewusstsein wurzelt nicht erst seit Kenntnis des Korans in ihnen.
Vor allem die Wüstenbewohner, die mit ihren Herden umherziehenden Nomaden, vergessen zudem nicht, dass sie auf gegenseitige Hilfe angewiesen sind. Und so wird jeder, ob Freund oder Fremder, als Gast willkommen geheißen und ihm an der Tafel der Ehrenplatz eingeräumt.
Die schon sprichwörtliche Gastfreundschaft in den Ländern der arabischen Welt gibt es auch heute noch.«
Petra Casparek und Erika Casparek-Türkkan,
»Küchen der Welt: ARABIEN«

Die Versorgung von unerwarteten 30 Gästen würde jede deutsche Hausfrau zur Verzweiflung treiben. Nicht so eine arabische Hausfrau. Schnell wird in ihrer modernen Küche (mit Gas) ein Couscous mit feinem Gemüse gezaubert, frisches Brot gebacken und noch schnell ein paar Vorspeisen zubereitet. Man erkennt an den großen Töpfen, dass sie immer auf viele Gäste vorbereitet ist.  In Arabien ist Tee nicht einfach Tee. Beliebt ist der Pfefferminztee, natürlich nur mit frischen Blättern zubereitet. Und schlussendlich wird der Tee nicht einfach ins Glas geschüttet, sondern, damit er sich leicht abkühlt, oft artistisch aus großer Höhe zielgerecht ins Glas gegossen.
(Le Marrakech, Hamburg,
Restaurant + Verkauf, Kellerbleek 10) 
Eine Tunesierin im tunesischen Bergland backt frisches Fladenbrot für spontan angekommene Gäste. Dafür wird der Ofen mit Holzfeuer heiß gemacht. Wenn alles verbrannt ist, wird der Teig an die Innenwände geklebt und ausgebacken. Ist das Brot fertig, fällt es herunter und kann warm serviert werden. Eine köstliche Spezialität mit dem Geruch nach Holzfeuer. 

Arabische Impressionen aus Tunesien

Einer alten Legende nach soll Allah bei der Erschaffung des Menschen aus zwei übriggebliebenen Lehmstücken das Kamel und die Dattel erschaffen haben! Insgesamt gibt es mehr als hundert Dattelsorten.
In den Oasen Arabiens gedeihen daneben auch
Trauben, Melonen, Zitrusfrüchte, Granatäpfel, Aprikosen und Feigen. Ebenso sämtliche Gemüsesorten. Besonders beliebt sind Auberginen, die auch »Fleisch des armen Mannes« genannt werden. Jede arabische Hausfrau kennt Dutzende von Auberginenrezepten.
Getrocknete Hülsenfrüchte sind lange haltbar und lassen sich gut transportieren. Allein schon deshalb sind sie »wüstentauglich«. Sehr beliebt sind Kichererbsen. Aus ihnen lässt sich »Falafel« bereiten, kleine Frikadellen aus Kichererbsenteig, eine vegetarische Spezialität aus Jordanien und Syrien. Ebenfalls aus Kichererbsen besteht Hummus, ein Brei aus gekochten, pürierten Kichererbsen und Sesammus.
Aus: www.ex-oriente-lux.de

Die ältere Generation der Berber trägt oft noch traditionelle Kleider und Trachten. Im Hinterland kann man auf den Märkten die verschiedenen Stämme beobachten. Sie tragen oft auch eine Tätowierung, die auf die Stammeszugehörigkeit hinweist. Die
jüngeren Berber tragen meist westliche Kleider.  
Die Häuser auf dem Lande sind meist einfache Lehmbauten. Doch gerade dies verleiht den Häusern mit ihren Innenhöfen ein malerisches Flair.   In der Stadt werden die Häuser oft weiß getüncht. Mit den blauen Fenstern und Türen und dem Meer im Hintergund ein wunderschönes Bild. Auf den Flachdächern der Häuser kann man am Abend, wenn die Hitze der Sonne abnimmt und ein kühler Wind weht, die Menschen beim gemeinsamen Mahl beobachten. 

Arabische Gastfreundschaft ist sprichwörtlich

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Die Lehmhäuser der Berber geben den Dörfern einen biblischen Touch. Die Araber freuen sich über jeden Besuch. Ihre Gastfreundschaft ist wirklich sprichwörtlich. Gerne wird zum Essen eingeladen. Touristinnen werden manchmal spaßeshalber vor dem gemeinsamen Essen standesgerecht eingekleidet, um nach dem Mahl bei einem Tänzchen mit arabischer Musik mitzumachen. • Erst aus der Luft sieht man die Innenhofe der Häuser, die sonst dem Betrachter verborgen bleiben. Als Gast bekommt man Zugang zu den Innenhöfen und wird Zeuge von dem fleißigen Treiben der Bewohner. • Auf diesem Bauernhof steht über jeder Türe der Name des Bewohners. Über dem Eingang zur Küche steht »Mama«. Sie ist wohl die Hausmutter und verantwortlich, dass alle - vor allem die Gäste - genug zu essen bekommen.