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Vegetarisch genießen

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Einleitung
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Artikel

Veganer Fleischersatz selbstgemacht

Wer auf Fleisch verzichten möchte, findet in Gluten einen geschmacklich hervorragenden Ersatz. Gluten, ein Weizenmehlprotein, sind schon deshalb eine sehr gute Alternative, weil ihr Verzehr niemanden verletzt und tötet - keine Kreatur dieser Erde. Richtig gewürzt und angerichtet, ist es geschmacklich und von der Konsistenz her von Fleisch kaum zu unterscheiden. Eiweiß-Proteine vom Weizenmehl werden schon seit vielen Tausend Jahren in China benützt, sind aber den meisten westlichen Menschen unbekannt.
Die Chinesen nennen die Weizen-Gluten „Mee Kng“.
Gluten werden aus Weizenmehl hergestellt, das so lange ausgewaschen wird, bis es sich in eine weiche, flexible bräunliche Masse verwandelt mit einem milden, tofuähnlichen Aroma.
Der Glutenmasse kann man verschiedene Formen geben, so dass sie einem Schnitzel, einer Hühnerkeule, einer Wurst oder Fleischkäse etc. ähnlich sieht. Wir haben den Test gemacht und nach einem chinesischen Kochbuch einen Glutenteig erstellt. Das Resultat sehen Sie auf diesen Seiten. Wir waren überrascht, wie einfach die Zubereitung ist und wie köstlich das Resultat - fein und würzig angerichtet - schmeckt.

Zutaten für den 1. Teig (ergibt ca. 1 kg Glutenteig)
• 2 kg Mehl
• 1,2 Liter Wasser
• 1 Tasse Sonnenblumenöl
• 1 TL Salz

Zutaten für den Glutenteig
• 3 TL Streuwürze (GUT ZUM LEBEN)
• 1/2 TL Muskatnuss
• 1 Messerspitze Pfeffer
• 2 TL Paprika süß (nach Belieben auch Paprika scharf)
• 1 TL Salbei
• Messerspitze Ingwer (Alle Gewürze können nach Belieben ergänzt oder verändert werden - experimentieren Sie)

Zubereitung

1. Mischen Sie das Mehl und das Wasser am besten mit einem Mixer (mit Knetaufsatz). Natürlich geht es auch von Hand.
2. Geben Sie das Öl und das Salz hinzu und kneten Sie den Teig, bis er nicht mehr klebt und eine feste Form bekommt.

3. Decken Sie den Teig mit einem feuchten Tuch zu und lassen sie ihn ca. 30 Minuten ruhen.

4. Kneten Sie nun den Teig in einer Schüssel unter fließendem Wasser so lange durch, bis das abfließende Wasser keine weiße Farbe mehr besitzt, sondern sich klärt. Die Masse, die übrigbleibt, hat eine weiche, gummiartige Konsistenz.

5. Kneten Sie nun diese Glutenmasse wiederum am besten mit dem Mixer und fügen Sie nach Belieben Gewürze hinzu. Von Hand ist es schwierig, die Gewürze einzukneten, da der Teig sehr elastisch und in sich geschlossen ist.

6. Nun den Teig in die gewünschte Form bringen, z.B. Schnitzel, Hühnerschenkel etc. Dies ist nicht einfach, da die Masse eine eigendynamische Konsistenz hat, wie Sie schnell sehen werden. Die Chinesen wickeln z.B. lange, dünne Glutenstränge um den Stiel einer Holzkelle und ziehen dann die Kelle zurück. Was bleibt, sind hohle Würste. Es macht aber nichts, wenn die Stücke unförmig aussehen, denn um z.B. „Geschnetzeltes“ herzustellen, kann man später jede Form zerschneiden.

7. Die geformten Stücke in Salzwasser ca. 30 Minuten kochen. Je größer die Stücke, desto länger müssen sie gekocht werden. Die Glutenstücke schwimmen nach gewisser Zeit auf dem Wasser und gehen auf.

8. Die gekochten Stücke abkühlen lassen und nach Belieben verwenden. Flache Stücke z.B. panieren und als Schnitzel braten. Größere Stücke können auch wie Hühnchenteile gebraten werden. Unförmige Stücke kann man gut zerschneiden und würfeln, als „Geschnetzeltes“ anbraten und in einer dunklen Soße servieren. Wenn der Glutenteig gut gewürzt wurde, ist der Geschmack dem von Fleisch sehr ähnlich. Jedenfalls eine sehr bekömmliche Abwechslung und ein guter Einstieg für Fleischesser in die vegetarische Küche. Übriggebliebene Stücke können im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Mehl, Wasser, Salz und Öl mischen, kneten ... bis er nicht mehr klebt. Den Teig eine halbe Stunde ruhen lassen. Unter fließendem Wasser kneten...
bis das Wasser klar ist. Würzen nach Belieben. In Salzwasser kochen ... ... bis das Gluten-Fleisch obenauf schwimmt, aufgegangen und gar ist.