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Rotkohl

Obst und Gemüse sind gesund, dass weiß nun schon jedes Kind. Aber wie gesund z.B. ein Kohlgemüse ist, dass wissen die wenigsten.
Rotkohl z.B. zieht enorme Mengen des seltenen Spurenelementes Selen über sein Kapillarsystem aus dem Boden - mehr als irgend eine andere Nutzpflanze. Selen ist wichtig für den Menschen. Es ist Bestandteil eines Immunenzyms, ohne das unsere Zellen nicht lebensfähig wären. Bereits 100 g Rotkohl enthalten, je nach Anbaugebiet und Anbaumethode, bis zu 5 Mikrogramm bestverwertbares Selen. Selen aus Pflanzen ist übrigens dem Selen aus Fleisch weit überlegen. Selen hat eine enorme Bandbreite an therapeutischer Wirkung für unseren Körper: Es senkt den Blutdruck, hilft Muskeln (speziell den Herzmuskel) mit Sauerstoff zu versorgen sowie bei der Produktion von Antikörpern gegen Krankheitserrreger; es wirkt entgiftend gegen Schwermetalle, beugt Unfruchtbarkeit vor. Selen ist jedoch bei weitem nicht der einzige Schatz, den uns der rotblüttrige Kohlkopf bietet. Das selenabhängige Enzym Dejodinase aktiviert unsere Schilddrüse, wirkt somit belebend, vitalisierend. Vor allem schützt Selen unsere Thymusdrüse, das Hauptquartier unseres Immunsystems und unserer Jugendlichkeit.
Rotkohl besteht allerdings nicht nur aus Selen. Er ist reich an Niazin (Vitamin B3), Folsäure, Vitamin C und Zink.

Weißkohl

Der Kohlkopf, wie das Weißkraut auch genannt wird, treibt seinen Wurzelstock kräftig in den Erdboden, um ihm Mineralien, Eiweiß und andere Biostoffe zu entziehen. Mit krausen Blättern kennt man ihn als Wirsing. Er ist ein ausgezeichneter Sattmacher und Kraftspender und lässt sich äußerst vielseitig zubereiten.
Mit seinem Wassergehalt und Ballaststoffreichtum füllt der Weißkohl den Magen und macht satt, ohne dem Körper viele Brennstoffe zu servieren. 100 Gramm enthalten rund 22 Kilokalorien damit kann Weißkohl zum Favoriten für alle jene werden, die von ihrem Übergewicht herunterkommen wollen, ohne zu hungern. Von Vitamin B 12 abgesehen, enthält dieser grüne Kopfkohl alle B-Vitamine in gleichmäßiger Abstimmung und ist daher die ideale Beigabe zu Kohlenhydratreichem wie Kartoffeln oder Reis. Da strömt – im Gegensatz zu hellen Teigwaren oder Süßem - die Glukose in einem Stunden währenden Prozess aus dem Darm ins Blut zu den Zellen. Und dort, wo Glukose gebraucht wird, nämlich in Gehirn- und Nervenzellen, ist der Weißkohl besonders geschätzt: Er wirkt nervenberuhigend, aktiviert die Gehirnleistung und vertreibt Unruhe und nervöse Symptome.
Weißkohl oder Wirsing enthält außerdem noch viel Mangan und seltenen Spurenelemente Selen. Um uns in jeder Stunde und Minute mit Leben zu erfüllen zu können brauchen unsere Zellkerne auch das Spurenelement Zink, das im Weißkohl ebenfalls reichlich enthalten ist.

Aus: Obst & Gemüse als Medizin / Südwest Verlag

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