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Seit Jahrhunderten weiß der Mensch den besonderen Nährwert von frischem Obst zu schätzen. So geben kluge Elteren ihren Kindern statt einem Hamburger oder Eis lieber einen Apfel oder eine Banane. Denn Früchte sind nicht nur gesünder als der Snack aus dem Schnellimbiss: sie erhöhen die Fitness, wirken optimal auf den Stoffwechsel und sind erstklassige Energielieferanten. Kaum ein an-deres natürliches Nahrungsmittel besitzt obendrein eine derartig reichhaltige Zusammensetzung an lebenswichtigen Vitaminen. Und wer regelmäßig Obst isst, weiß auch, dass er sich nach einem Stück Melone, einer Orange oder einer Scheibe Ananas erfrischt und unbeschwert fühlt. Die wertvollen Inhaltsstoffe von frischen Früchten halten unser körpereigenes Immunsystem auf natürliche Weise in Form. Außerdem stecken im Obst viele Ballaststoffe, die nicht nur die Funktionen von Magen und Darm, sondern auch das Körpergewicht auf sanfte Art regulieren. Je frischer die Früchte und je natürlicher gewachsen sie sind, desto besser ist ihre Wirkung auf den menschlichen Organismus.

Erdbeere   Himbeere  Brombeere  Heidelbeere 
Frisch vom Feld schmecken Erdbeeren am besten. Sie enthalten zudem wichtige entgiftende Vitamine.  Himbeersträucher mit ihren Vitamin-A-haltigen Früchten wachsen häufig auch wild am Waldrand.  Die vor allem wild wachsende Beerenköstlichkeit besitzt einen extrem hohen Anteil an Vitamin C.  Eine Delikatesse unter den Beerenfrüchten sind die karotenhaltigen Heidelbeeren. 
Auch wenn sie zu fast 90 Prozent aus Wasser bestehen: Erdbeeren sind ein gesundes Obst, zu dem nicht einmal Kinder gezwungen werden müssen. Wer die Früchte auf einer Erdbeerplantage in Großstadtnähe selbst pflücken möchte, sollte vor allem die kleineren, aromatischeren Beeren auswählen. Noch intensiver schmecken natürlich die wild wachsenden Walderdbeeren - nicht umsonst tauchen sie bei den meisten Desserts der Haute Cuisine zumindest als Garnierung auf. Erdbeeren passen in jeden Obst-salat, zu Quark oder Frischkäse.  Die süßeste unserer Beeren, die Himbeere, schmeckt wie die Walderdbeere oder die Brombeere am besten direkt nach dem Pflücken und Säubern. Auch wenn man sie weiterverarbeiten will, etwa zu einer Sauce, einem Sorbet oder zu Himbeereis, muss man die Früchte nicht kochen - es genügt, sie durch ein Sieb zu drücken. Wie bei anderen Beeren hebt man ihren Geschmack durch Zugabe von Sahne, Joghurt oder Quark hervor. Sie verfeinern Milchreis, können aber auch Kartoffelsalat eine exotische Note verleihen.  Brombeerblätter enthalten ätherische Öle, Gerbstoffe und Säuren. Brombeerblättertee wirkt entzündungshemmend auf die Schleimhäute des Mund-Rachen-Raums.

Brombeeren bringen Farbe in den Obstsalat. Sie sind bei uns eine Frucht des Spätsommers, im Mittelmeerraum reifen sie etwas früher. Sie passen, frisch oder getrocknet, sehr gut ins Müsli oder in Obstsalate. Ihren festen Platz haben sie in roter Grütze und dienen, mit anderen Obstsorten, als Tortenbelag. 
Wer ein Freund der Heidelbeere (Blaubeere) ist, »zeigt« dies mit einer blauen Zunge. Kaum ein anderes Obst oder Gemüse färbt die Zunge des Genießers so intensiv. Heidelbeeren eignen sich hervorragend als Bestandteil einer Kaltschale; für sich alleine geben sie eine delikate Füllung für Pfannkuchen oder Crépes. Eine weitere Delikatesse sind Torten oder Obstkuchen mit Heidelbeeren, z.B. die kleinen französischen. Mit der Blaubeere verwandt ist die Preiselbeere, die vor allem zu gebackenem Camembert passt. 
Heilen mit Erdbeeren  Heilen mit Himbeeren  Heilen mit Brombeeren  Heilen mit Heidelbeeren 
• Entgiften den Darm, lindern Verdauungsstörungen
• Kräftigen das Immunsystem und den Stoffwechsel
• Wirken blutbildend und fördern das Zellwachstum
• Wirken entwässernd und blutdrucksenkend
• Kräftigen Knochen, Haare und Haut 
• Helfen bei Sehschwäche und vielen Augenleiden
• Bringen Glanz und Fülle ins Haar
• Machen die Haut weich und geschmeidig
• Helfen bei Nasen- und Zahnfleischbluten
• Lindern Nieren- und Blasenbeschwerden
• Helfen bei Frauenleiden 
• Kräftigen das Immunsystem
• Helfen bei Venenleiden, Krampfadern und Hämorrhoiden
• Wirken entzündungshemmend auf Schleimhäute
• Helfen bei Nervosität und stärken bei Stress
• Festigen das Bindegewebe
• Wirken anregend auf die Drüsentätigkeit  
• Lindern Darmstörungen
• Wirken entwässernd
• Senken den Cholesterin- und Blutfettspiegel
• Beugen Infektionen vor
• Kräftigen das Immunsystem
• Schützen die Körperzellen gegen freie Radikale
• Zur Schleimhautbildung
• Unterstützen Maßnahmen zur Gewichtsabnahme 

Quelle: Klaus Oberbeil, Dr. med. Christiane Lentz: "Obst & Gemüse als Medizin", Südwest Verlag