Startseite | Freiheit für Tiere | Impressum | Noch lieferbare Einzelnummern | AGB | Widerrufsrecht | Datenschutz   

Vegetarisch genießen

English 4 3 2 1/07 4 3 2 1/06 4 3 2 1/05 4 3 2 1/04 Shop Verlag Das Brennglas Best 2 Noch lieferbare Einzelnummern
Einleitung Rezepte Artikel

Einleitung

Liebe Leserin, lieber Leser!

Hieronymus (347-420 n.Chr.)

"Der Genuss des Fleisches war bis zur Sintflut unbekannt; aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft... Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so dass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen." Hieronymus Adversus Jovinianum, Lib, 1.30 (Hieronymus stellte im Auftrage des Papstes die Vulgata (das heutige NT) zusammen.)

Man fragt sich oft, warum wir im „christlichen“ Abendland eine derart tierfeindliche Kultur haben.
Unlängst fiel uns eine Jugendzeitung mit dem provokanten Titel: „Priester haben keine Seele!“ in die Hände, die auf unkonventionelle Art dieser Frage nachging. Dieser Titel ergab sich aus einem Interview mit einem evangelischen Theologen, der doch prompt sagte: „Die Existenz einer vom Leib unabhängigen Seele ist z.B. in der evangelischen Kirche umstritten. Viele Theologen glauben deshalb nicht an die Unsterblichkeit...“ Dass die katholische Kirche bis vor kurzem auch den Frauen eine Seele abgesprochen hat, ist bekannt. Dass die Tiere keine Seele haben sollen, darüber sind sich alle Theologen beider Kirchen ziemlich einig. Aber dass Priester sich selbst eine Seele absprechen, das war neu.
Daraufhin wollten es die jugendlichen Autoren genau wissen, wer denn nun wirklich eine Seele “verdient”, und stellten Eigenschaften von Priestern und von Tieren einander gegenüber. Hier ein kleiner Auszug, der zum Nachdenken anregt:
Tiere: Sie achten ihre Umwelt und die Natur, in der sie leben. Sie nehmen nur so viel, wie sie benötigen, und bewahren das natürliche Gleichgewicht.
Priester: Sie lehren: „Macht euch die Erde untertan“ und rechtfertigen die Ausbeutung der Erde und die Schändung von Tieren und Pflanzen (siehe kath. Katechismus)
Am Ende, nach etlichen Vergleichen - wobei sie z.B. nicht vergaßen, die Haltung der Tiere gegenüber dem weiblichen Geschlecht und die Haltung des Papstes den Frauen gegenüber aneinander zu messen-, kamen sie zu dem Schluss, dass wohl die Tiere höhere Werte haben, „denn sie zeigen dem Menschen mit ihrem friedlichen Verhalten und ihrer treuen und unpersönlichen Art, dass die Einheit mit Gott gelebt werden kann und dass die Kirchenlehre dieser Einheit widerspricht“.
Da kommt einem doch die Frage: Warum lehrt die Bibel solch merkwürdige Dinge, auf die sich die Priester so gerne stützen? Und: Wer hat denn die Bibel überhaupt geschrieben?
Hieronymus (347-420 n.Chr.) bekam im Jahre 383 von Papst Damasus I. den Auftrag für die Herstellung eines einheitlichen lateinischen Bibeltextes. Die für die katholische Kirche bis heute als fehlerlos geltende und verbindliche „Vulgata“ ist sein Werk. In Wirklichkeit änderte Hieronymus die Evangelien an etwa 3.500 Stellen. Er schrieb, dass nicht zwei Texte in längeren Abschnitten übereinstimmen würden und dass es ebenso viele Textformen wie Abschriften gäbe. Er wies auch darauf hin, dass „schwerlich die Wahrheit anzutreffen ist“, wo ein Text vom anderen abweiche. Mit seiner tierfeindlichen Bibel hat Hieronymus (obwohl er genau wusste, dass Jesus und die Urchristen vegetarisch lebten - siehe Zitat rechts) die Weichen für die christlichen Schlachtfeste an Feiertagen und für die tierfeindliche abendländische „Kultur“ gestellt. Wer aber die Bibel mit dem Herzen liest, wird erkennen, dass Jesus alle Kreaturen liebte.
Viel Freude beim Lesen!

Ihr Redaktions-Team

Jesus von Nazareth

»Jesus kam in ein Dorf und sah dort eine kleine Katze, die herrenlos war, und sie litt Hunger und schrie zu Ihm. Und Er nahm sie hoch, hüllte sie in Sein Gewand und ließ sie an Seiner Brust ruhen. Und einige aus dem Volke sagten: ‘Dieser Mann sorgt für alle Tiere. Sind sie Seine Brüder und Schwestern, dass Er sie so liebt?’ Und Er sprach zu ihnen: ‘Wahrlich, diese sind eure Mitbrüder aus der großen Familie Gottes, eure Brüder und Schwestern, welche denselben Atem des Lebens von dem Ewigen haben.’« Aus: »Das Evangelium des vollkommenen Lebens«, Kap. 34, Apokryphe Schrift, Humata Verlag, Bad Homburg