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Vegetarisch genießen

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Einleitung Rezepte Artikel

Einleitung

Liebe Leserin, lieber Leser!

Dr. Janez Drnovšek

(Staatspräsidenten der Republik Slowenien) „Wahrscheinlich würde sich Jesus im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, dass in seinem Namen ein Massenmord an Tieren stattfindet. Die Botschaft des Jesus von Nazareth beruht auf dem absoluten Respekt vor dem Leben, und es ist schwer vorstellbar, dass es Jesus annehmen würde, dass ihm zu Ehren Millionen von lebenden Wesen geopfert werden. Die Tiere sind Lebewesen, und sie als solche zu schlachten und zu jagen ist unmenschlich, unethisch und grausam.“

Eine e-mail erreichte uns, die zum Schmunzeln anregt: „Ich bin schon viele Jahre Vegetarierin. Aber mir geht es wie vielen Frauen - die Männer ziehen nicht mit. Ich esse vegetarisch, doch für meinen Mann muss ich trotzdem täglich Fleisch kochen. Er ist nicht einmal bereit, von meinem vegeta-rischen Essen zu probieren. Doch heute war ich es leid, Fleisch zu kochen, und habe ihn einfach überlistet. Ich kochte gefüllte Paprika und füllte sie alle mit dem veganen DiWi-Gourmet-Ragout. Er aß genüsslich die Paprika, und die vermeintliche Fleisch-Füllung schmeckte ihm. Dann fragte er mit einem etwas mitleidigen Lächeln: ‘Und was war bei dir drin?’
Damit sind wir beim alten Thema: Ist es wirk-lich nötig, fleischähn-liche Produkte für Vegetarier herzustellen? Wir finden, ja, es ist nötig. Si-cher nicht für „ein-gefleischte“ Vege-tarier und Veganer, aber umso mehr für solche, die es werden wollen. Wir kennen die komische Frage: „Ja, was soll ich denn essen?“. Für einen Fleischesser sind eben Beilagen nur „Beilagen“, auch wenn diese Einstellung nur Programme in seinem Kopfe sind. Die dau-ernden Fleischskandale haben wieder einigen Millionen Menschen die Lust auf Tierleichenteile verdorben. Der Prozentsatz soll nach neuesten Umfragen bereits von acht auf 15 % gestiegen sein. In Internet-Foren kann man beobachten, wie sie fleißig nach Alternativen suchen: nach vegetarischem Fleischersatz. Dabei werden Erfahrungen über die verschiedenen Produkte ausgetauscht, und es wird auch darüber debattiert, welche davon nicht ans Fleisch „herankommen“, sondern sich „wie Gummi zwischen den Zähnen“ anfühlen. Wenn wir also in dieser Num-mer Fleischersatz aus Weizengluten vorstellen, dann nicht, um langjährige Veganer und Vegetarier zu vergraulen, sondern „armen Fleischessern“ aus ihrer „Sucht“ zu helfen.
Wir haben in diesem Heft einen Test gemacht, indem wir Rezepte aus der Türkei gesammelt und 1:1 nachgekocht haben. Das Lammragout, das Rinderhack etc. haben wir mit vegetarischen Produkten aus Weizengluten ersetzt. Das Resultat dürfte so manchen noch an Fleisch gewöhnten Gaumen überzeugen. Es zeigt aber auch, dass man genau so kochen kann wie gewohnt. Man ersetzt lediglich tierisches Fleisch mit vegetarischem Fleisch und der Veganer zusätzlich die Milchprodukte z.B. mit Sojaprodukten. - Das ist alles.
Zu eben dem glei-chen Thema haben wir auf den Seiten 54-61 Rezepte für Sie zusammengestellt, die schnell und leicht nach-zukochen sind.
Wenn Politiker sich ein bisschen der Ethik verpflichtet fühlen würden und ein klein wenig Rückgrat hätten, wie könnten sie doch der geschundenen Kreatur helfen, was wäre da nicht alles möglich! Doch diese träumen - wie man in den Medien verfolgen kann - von Atomkraftwerken, freier Gentechnik, eigenen Atombomben und am liebsten - mit einer Einbindung am nächsten Krieg! Der slowenische Präsident Dr. Janez Drnovšek könnte hier ein positives Vorbild sein. Wir drucken in dieser Nummer ein Exklusiv-Interview, das er uns gegeben hat.



Viel Freude beim Lesen!

Ihr Redaktions-Team

Vegetarier des Monats

Michelle Hunziker
„Michelle Hunziker raucht nicht, trinkt nicht, mampft kein Fleisch und ist super-diszipliniert.“
BILD 1.12.05
Xavier Naidoo
„Dank eines Raps von Kool Savas bin ich Vegetarier geworden.“
Mittelbayerische Zeitung 3.11.05

Leo Tolstoi (1828-1910)

(russ. Humanist und Dichter) »Fleischessen ist ein Überbleibsel der größten Rohheit; der Übergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung. Sich vom Fleisch zu nähren ist unsittlich“