Jedes Huhn hat (hätte, wenn es ihn entfalten könnte) einen eigenen Charakter. „Brunhilde“ lebt auf dem Gnadenhof „Heimat für Tiere“ (www.heimat-fuer-tiere.de) und fühlt sich vom Hausschwein “Rudi“ und vom Hängebauchschwein “Viktoria“ angezogen. Selbst die Nacht verbringt „Brunhilde“ nicht mit den anderen Hühnern im Hühnerhaus sondern bei ihren zwei Kumpels.
Der Mann öffnet die silberne Tür, die mehr als zwei Meter hoch ist und über einen Meter breit. Er zieht ein rollendes Regal aus dem riesigen Wandschrank, auf dem in zehn Etagen ein wildes Gewimmel herrscht. Alles ist in Bewegung, und die Bewegung ist gelb. Jeweils vier Kisten teilen sich eine Etage im Rollregal, und in jeder Kiste wiederum teilen sich einhundert Küken den schmalen Platz. Der Mann, der einen grauen Kittel trägt, zeigt den kleinen Tieren zum ersten Mal etwas anderes als komplette Dunkelheit. Denn sie haben in dem Schrank das Dunkel der Welt erblickt. Sie sind 4.000 auf dem Regal. Der Schrank ist ein Brutschrank. Und der Mann im grauen Kittel hat die Küken zwei Tage zuvor als Eier dort hineingestellt. Im Schrank haben die Küken ihr Programm abgerufen, die Schale ihres Kalkmantels zerpickt und sich von dem Rest des Dotters ernährt. Nun sehen sie flauschig und süß aus, wie alle Küken, die noch keine dreißig Stunden leben. Ob sie nach dem Schlüpfen nach Mama suchen, ist bislang nicht erforscht. Fortan werden sie nur noch unter Altersgenossen leben.
Der Mann im grauen Kittel fährt das Regal in die nächste Abteilung im gleichen Haus. Dort werden sie von flinken Händen aus den Kisten geholt und auf kleine Laufbänder gesetzt. Das Haus ist eine Produktionsstätte für Küken. In dem Gang, in dem der Mann mit dem grauen Kittel die Schranktür geöffnet hat, gibt es noch viele weitere solcher Schranktüren.
Hannes Schulz: »Wir sind hier bei einem Mast-Elterntierbetrieb. Das sind eigene Hybridlinien, die für eine gute Mastleistung gezüchtet sind. In dem Stall sind circa 4.000 Tiere, also das heißt 4.000 Hennen und ca. 400 Hähne, also ein Geschlechtsverhältnis von 1:10. Und es gibt an sich nur mehr weltweit drei Zuchtkonzerne, die Masthaltungstiere weltweit vertreiben. Die Befruchtung der Eier erfolgt an sich durch den Hahn natürlich, und die Henne hat einen Duldungsreflex, dass sie dann, wenn der Hahn sie besteigt, einfach sitzen bleibt. Hoffentlich erwischen wir eine, wo man das sehen kann.«
Die Produktion von Hühnerfleisch wird in drei verschiedenen Schritten an drei verschiedenen Orten durchgeführt. In einer großen Halle leben mehrere Hundert Hühner überdacht. Ihnen zugeteilt sind Hähne im Verhältnis einhundert zu eins. Die Reflexe von Hahn und Henne, Bespringen und Stillhalten, hätte sich die Industrie gar nicht besser ausdenken können, sekundenschnell ist der Vorgang vorüber. Die Hühner sind gut genährt und nicht ausgezehrt und auch nicht federfrei vor schierer Überanstrengung wie die meisten ihrer Eier legenden Schwestern und Cousinen. Schließlich wird von ihnen auch nicht jeden Tag ein Ei erwartet. Ihr Legerhythmus ist etwas lockerer, denn sie liefern nicht die Ware für den Endverbraucher, sondern einen Rohstoff, der erst noch für ihn aufbereitet werden muss. Die Eier werden dann in jene Kisten gepackt, die im Brutschrank die Küken auf die richtige Temperatur zum Schlüpfen bringen. Sind die Küken schließlich in sau-beren Kisten neu sortiert für die Distribu- tion, endet der erste Produktionsschritt.
Hannes Schulz: »Wir sind hier in der Brüterei Schulz, das ist in der Steiermark, in Laßnitzhöhe. Und wir bebrüten hier Eier und brüten circa so 400.000 Küken, lebend, Mastküken für die Mäster, aus. Jetzt sind wir im Vorbrutbereich, und die Eier werden jetzt zur Einlage vorbereitet, wo sie jetzt langsam auf Raumtemperatur aufgeheizt werden. Und die Eier sind alle gekennzeichnet, wegen der Rückverfolgbarkeit, und jedes Ei ist gestempelt mit einer Betriebsnummer, dass man jederzeit weiß, woher das Ei stammt. Das sind alles Vorbrüter. In einem Vorbrüter sind 57.600 Eier drinnen; in der so genannten Kunstbrut braucht man eigentlich nur die Temperatur noch, und es wird ca. mit 37 Grad gebrütet, und alle Stunde werden die Eier gewendet, dass der Dotter nicht an der Eierhaut stecken bleibt. Der Dotter ist fürs Küken die Nahrung nach der Geburt.«
Der Hühnerzüchter ist der Empfänger der gelben Ware. In der modernen Arbeitsteilung kümmert sich der Züchter nur noch um die Aufzucht der schon geborenen Ware. Er lädt die Küken in einer ähnlichen Halle ab wie jene, in der die Hühnermütter die Eier legen, aus denen sie geschlüpft sind. Die Halle ist etwas dunkler, denn seine Tiere müssen nicht viel sehen. Sie müssen nur wachsen. Damit das schnell gelingt, gibt es gestreutes Futter auf dem Boden und Flüssigkeit, die aus kleinen Röhrchen gesaugt werden kann. Sie sind an Leitungen angeschlossen, die längs durch die ganze Halle verlaufen. Das Leben eines Hähnchens beim Hühnerzüchter dauert sechs Wochen, dann wartet eine neue Generation Küken darauf, hier Einlass zu erhalten. Für die Alteingesessenen bedeutet das eine zweite, eine letzte Reise.
Hannes Schulz erzählt: »Der Einkäufer und der Konsument haben keine Ahnung mehr, wie was funktioniert und wie was gemacht wird. Und wir arbeiten mit lebender Ware, die mal schlupfen müssen, die dann aufgezogen werden müssen und mal geschlachtet werden müssen. In diesem Produktionszyklus von insgesamt acht Wochen kann einfach immer wieder was passieren, und es gibt kein Verständnis mehr dafür. Weltfremder werden die Leute, und brutaler und härter. Warum das so ist? Weil es keine Leute mehr gibt, die sich von unten nach oben gearbeitet haben. Nichts gegen Universitätsabgänger, aber das sind Leute, die sind in die Schule gegangen, haben studiert und kommen raus aus der Uni, das ist der Herr Magister so und der Herr Doktor so, und die haben eigentlich mit der Basis überhaupt keine Beziehung und sehen eigentlich die Landwirtschaft so wie die meisten, wie es halt in der Werbung und von früher vorgegaukelt wird. Und eigentlich ohne Realitätsbezug. An sich interessiert den Handel der Preis, der Geschmack, eigentlich, ist kein Kriterium.«
Es ist immer Nacht, wenn die Tiere abgeholt werden. Sie lassen sich bei Dunkelheit leichter fangen als bei Tageslicht, weil sie in der Nacht gewohnt sind, so wie wir zu schlafen. In der Schlachterei werden die Hähnchen bei blauem Licht in Kisten gelagert, die größer sind als die, in denen sie geschlüpft sind. Schließlich sind sie in den letzten Wochen ziemlich gewachsen. Das blaue Licht wird von ihnen nicht wahrgenommen, sie wähnen sich also in kompletter Dunkelheit, wenn sie die Kisten zum letzten Mal verlassen und erneut auf ein Fließband geschüttet werden. Arbeiter und Arbeiterinnen in weißen Kitteln packen sie und hängen sie an den Füßen nach oben in Haken ein, die auf einem Fördersystem laufen, das von hier bis zur Cellophanierung der Schlegel und Hähnchenbrüste reicht. Mit dem Kopf nach unten werden sie durch ein unter Strom gesetztes Wasserbad geschleust, das sie betäubt. So spüren sie das automatische Messer nicht, das ihnen anschließend die Kehle durchtrennt. Sollte der Trick bei dem einen oder anderen Huhn nicht geklappt haben ... hinter dem automatischen Messer wartet ein Mann in einem weißen Kittel, der ein sehr scharfes Messer führt und jene Köpfe abtrennt, die die Maschine nicht erwischt hat. Dann beginnen die Vorgänge der Reinigung und des Zerteilens. Das geschieht alles vollautomatisch; der Faktor Arbeit existiert hier nur noch in der Überwachung der Anlage, die von einigen wenigen Menschen geleistet wird. Und am Ende kommt die Hühnerbrust supermarktfertig verpackt aus der Anlage. Der Hühnerzüchter erhält für ein lebend abgeliefertes Huhn nur sehr wenig Geld. Wenn es im Winter besonders kalt wird und er die Heizung hochdrehen muss, geht sein Verdienst gegen null.
»In Europa und vor allem Deutschland werden Fleisch und Wurst immer preiswerter. Musste ein Arbeitnehmer 1970 noch über 11,5 Stunden für ein Kilogramm Schweinekotelett arbeiten, hat er sich dies heute nach weniger als dreißig Minuten verdient. Und dies ist nicht eine Folge deutlich höherer Stundenlöhne, sondern zunehmender Niedrigpreise für Fleischerzeugnisse. Die Kehrseite der Medaille müssen die Bauern tragen mit niedrigen Erlösen aus ihrer Tierhaltung. Ein überharter Preiskampf im Einzelhandel sorgt zudem dafür, dass diese Produkte immer wieder zum Schnäppchen- oder Dauerniedrigpreis angeboten werden.« Diese Beschreibung von Fleischproduktion und dem Preis, den sie hat, steht zu lesen auf der deutschsprachigen Website journalismus.com unter der Headline »Fleisch wird immer günstiger«. Zusammengestellt wurde das »Themenspecial« vom Vermarktungsverband der deutschen Landwirtschaft CMA. Die CMA ist ein Interessenverband, der in Zeitungen und im TV auffallend viel Werbung schaltet, um die Bevölkerung von der Qualität deutscher Agrarprodukte zu überzeugen. Journalismus.com ist ein Portal, das den Schreibenden industriefreundliche Themen wie Firmenjubiläen und Produktpräsentationen zur wenig arbeitsintensiven Übernahme anbietet. Die Interessenvertretung gibt sich hier sehr problembewusst und thematisiert das erstaunlichste Phänomen der weltweiten Fleischproduktion. Den Preis!
Einige Zahlen zum Vergleich: Ein Brötchen kostete in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre in Deutschland sieben oder acht Pfennige. Heute ist es in der billigsten Version für dreizehn bis fünfzehn Cent zu haben, kann aber auch mit 26 oder 27 Cent zu Buche schlagen. Also bezahlt man heute zwischen vier- und achtmal so viel wie vor knapp vierzig Jahren. Ein Kilo Weißkohl war damals oft für neun Pfennige im Angebot, mehr als neunzehn Pfennig kostete er selten. Heute muss man für Weißkohl zumeist zwischen 49 und 89 Cent auf den Tisch lagen – das sind Preissteigerungen zwischen 400 und 1700 Prozent. Schweinefleisch der konventionellen Art, das Label Bio war damals noch nicht erfunden, kostete zwischen fünf Mark für das Kotelett und zehn Mark für das Filet. Heute ist es oft billiger: Discounter bieten das Kilo Kotelett oder Schnitzel vom Schwein oft für knapp mehr als zwei Euro an, das Filet kostet zwischen fünf und sieben Euro. Alle Lohnrunden, alle Preissteigerungen, alle Anpassungen sind am Schweinefleisch vorbeigegangen. Seit den sechziger Jahren ist Tierfutter teurer geworden; der Grund und Boden, auf dem Ställe errichtet werden, ebenso; auch das Benzin, das verbrennt, wenn die Tiere ihre letzte Reise erleben; die Löhne von Schlachtern und auch von Angestellten im Einzelhandel sind mittlerweile viel höher, selbst in den Discountern verdienen die Leute heute weitaus mehr pro Stunde, als es vor vierzig Jahren üblich war; nur der Preis vom Schweinefleisch hat sich nicht mitentwickelt. Im Gegenteil: Nimmt man all die erwähnten Beispiele zum Maßstab, dann ist der Preis von Schweinefleisch gesunken wie kein anderer – nicht im Bereich der Nahrungsmittel, nicht bei den Dienstleistungen, auch nicht bei industriell gefertigten Waren. Bei einer ähnlichen Preisentwicklung würden Neuwagen heute weniger als 500 Euro kosten.
Die Kehrseite des Preises: Wie keine andere Sparte der Nahrungsmittelproduktion ist die Herstellung von Fleisch und Wurst im kollektiven Bewusstsein mit Skandalen verbunden. In Supermarktketten werden Haltbarkeitsetiketten von Fleischpackungen entfernt und mit neuen versehen, um zu vertuschen, dass die Ware längst auf den Müll gehört. Faules Fleisch wird an Spezialisten verkauft, die es schönen und danach an Meistbietende verhökern. Wild ist vielleicht vom wilden Tier, aber das hat wahrscheinlich eher Krallen statt Hufe gehabt, eine Tatsache, die die Veterinäre, die den europagrößten Erzeuger von Wildfleisch kontrollierten, gewusst zu haben scheinen. Obwohl längst verboten, erscheint es wahrscheinlich, dass Tiermehl als Futtermittel weiter im Einsatz ist. Die kleinen medialen Stürme, die derlei unerlaubtes Tun auslöst, dauern zumeist nur Tage, und in der Hierarchie der vermeintlichen Top-Nachrichten werden sie schnell nach unten durchgereicht.
Was in den Nachrichtensendungen im TV und auf den Kommentarseiten der Tageszeitungen nicht vorkommt, ist der Alltag. Und der ist viel bemerkenswerter, selbst wenn man es gewohnt ist, in Skandalen zu denken. Wo erfährt man, was mit dem Schlachtabfall geschieht? Welcher Kommentar beschäftigt sich damit, dass Tiere, die für den Verzehr durch den Menschen aufgezogen werden, fast immer mit gentechnisch veränderten Futtermitteln in Berührung kommen? Wurde jemals eine wichtige Nachrichtensendung damit aufgemacht, dass die Viehwirtschaft in Deutschland und ebenso in anderen Ländern der EU viele Böden längst ruiniert hat und immer noch für das Verschwinden zahlreicher Tierarten verantwortlich ist? Und wer regt sich darüber auf, dass in Brasilien Futtermittel für unser Vieh erzeugt wird, während hierzulande Weizen und Mais für Fernwärme verbrannt werden und in Brasilien Menschen verhungern? Aber damit nicht genug: Die zu Marktpreisen nicht verkäuflichen Mengen an subventioniertem EU-Fleisch werden nach Westafrika verkauft und ruinieren dort ganze Teile der Volkswirtschaften – auch das ist kein Thema in Europa.
Die Niederlande haben ein echtes Problem. Sie haben das ganze Land schon überdüngt und produzieren trotzdem Jahr für Jahr extrem hohe Mengen an Gülle. In dieser Dekade sind die Bestände an Schweinen schon um 25 Prozent reduziert worden, allein um die schiere Masse an Mist in den Griff zu kriegen. Vor Jahren startete in den Niederlanden ein interessantes Experiment: Gülle wurde im Rotterdamer Hafen in überseetaugliche Schiffe gefüllt und für den Export vorbereitet. Die »Rückstände« aus der einheimischen Viehmast sollte den Weg finden auf Felder von Ländern, denen es an Wachstumshilfen für ihre Agrarprodukte mangelte. Doch die Sache wurde schnell zu kostspielig und deshalb wieder eingestellt. Jetzt laufen dort Vorbereitungen für eine andere Art des Gülleexports. Schweine- und Hühnerkacke wird in Pellets gepresst und dann als hochwertiger Dünger verkauft – so der Plan jedenfalls. Die dem Mist entzogene Flüssigkeit muss dann immer noch entsorgt werden.
Aber Holland ist überall, zum Beispiel in Vechta. Das ist der Name einer Kleinstadt in Niedersachsen, die sich selbst vor allem wegen der Effizienz ihrer Stadtverwaltung rühmt, die mit so wenig Personal auskomme wie keine vergleichbar große Gemeinde. Vechta hat knapp 30.000 Einwohner, und die allermeisten Menschen, die in Deutschland wohnen, müssen erst einmal nachdenken, wenn sie gefragt werden, wo der Ort liegt oder wie man dorthin kommt. Im städtischen Museum kann man am eigenen Leib erfahren, wie es gewesen sein mag, im 17. Jahrhundert im lokalen Gefängnis eingesperrt gewesen zu sein, und von der eigenen Homepage der Stadt kann man sich weiterklicken zu den Websites einiger ansässiger Betriebe.
Da ist zum Beispiel die Firma Big Dutchman ganz oben gelistet. »Seit 1938 konzipiert und realisiert Big Dutchman Fütterungsanlagen und Stalleinrichtungen für die moderne Haltung von Schweinen und Geflügel.« Die traditionsreiche Company, Marktführer in Europa, stellt Anlagen her, in denen möglichst viele Tiere auf möglichst wenig Raum untergebracht werden können. Einige ihrer Vorzeigeanlagen stellen sie auch kurz auf ihrer Site vor. »Die Farm Padrino Vilela S.A. in Madrid, Spanien, gehört ohne Zweifel zu einem der größten Legebetriebe in Europa. Mit einer Fläche von 2.676 Quadratmetern bietet der Stall Platz für 190.000 Tiere, das entspricht 72 Tieren pro Quadratmeter und stellt damit einen Rekord dar ...« Big Dutchman arbeitet intensiv zusammen mit der Firma Deutsche Frühstücksei GmbH, der europaweit größten Company in Sachen Eierproduktion. Beide Firmen sind auch führend in der Planung neuer riesiger Anlagen in Osteuropa.
Big Dutchman ist nicht ganz typisch für die Mehrzahl der Betriebe in Vechta, aber weist schon in die richtige Richtung. Das Städtchen zwischen Münster und Oldenburg ist nämlich weltbekannt. Nicht gerade beim breiten Publikum, aber in kleinen wissenschaftlichen Kreisen ist es ein sehr beliebtes Studienobjekt. Im gleichnamigen Landkreis nämlich leben etwa 120.000 Menschen – zusammen mit einer Million Rindern, Schweinen und Schafen. Das ist ein weltweit einzigartiges Verhältnis und führt zu Problemen, die ebenfalls einzigartig sind. Wer die Menge an Mist zusammenrechnet, die die Vierbeiner, in der Mehrzahl Rinder, produzieren, dazu den ebenfalls bedeutenden Berg an Ausscheidungen rechnet, den die dreizehn Millionen ebenfalls hier untergebrachten Hühner von sich geben, kommt auf eine gigantische Menge an zu entsorgendem Material. Der Ökologe Josef H. Reichholf errechnet in seinem Buch Der Tanz ums goldene Kalb – Der Ökokolonialismus Europas dieselbe Menge wie die der deutschen Hauptstadt Berlin.
Erwin Wagenhofer / Max Annas
We feed the world
191 S., geb., Farbfotos
ISBN 3-936086-26-5



















