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Sich pflegen und verwöhnen mit Kosmetik, Bädern, Badeölen und vielem mehr - das geht auch ohne chemische Konservierungsstoffe, ohne synthetische Duftstoffe, ohne Farbstoffe. Wir haben die Firma "Apostel-Kräuter" besucht und mit Susanne, Inaki und Nicole Rahel über die Herstellung ihrer Naturprodukte gesprochen.

Veg: Nicole, macht dir das nichts aus, wenn du die Rosenblütenblätter einfach so abreißt?

Nicole-Rahel: Ich reiße keine Blütenblätter einfach ab, sondern ich pflücke nur die Blütenblätter, die sich von selbst von der Pflanze lösen. Sie würden sowieso demnächst auf den Boden fallen. Probier es selber mal. Siehst du, die Pflanze schenkt sie von selbst, sobald du die Blütenblätter berührst. Ich komme jeden Tag und nehme nur die "reifen" Blütenblätter.

Veg: Was macht ihr bei “Apostel-Kräuter” damit?

Inaki: Zuerst werden sie auf unserem Dachboden getrocknet und finden dann Verwendung in unseren Cremes, Duschbädern und Shampoos. Der liebliche Rosenduft wirkt sehr harmonisierend und stimmungsaufhellend auf das Gemüt. Da wir keine künstlichen Duftstoffe verwenden, kommt der natürlich-feine Rosenduft besonders stark zur Geltung, und unsere Produkte werden deshalb von Kunden, die natürliche Produkte suchen, sehr geschätzt.

Veg:
Ist das üblich, dass die Herstellung von Kosmetik mit soviel Handarbeit verbunden ist?

Nicole-Rahel: So wie bei uns, bei Apostel-Kräuter, Kosmetikprodukte hergestellt werden, habe ich es noch nie erlebt, und ich habe über 12 Jahre lang in verschiedenen, u.a. in weltweit größten, Kosmetikbetrieben gearbeitet und viel gesehen und erlebt. Vor allem habe ich hinter die Kulissen geschaut. Dabei entpuppte sich der Traum der Kosmetik bald als Albtraum, denn ich konnte erkennen, was sich hinter diesen wunderschönen goldenen Töpfchen und goldgeprägten Verpackungen verbirgt. Es verblüfft deshalb wenig, dass oft 98% der Kosten für Design, Verpackung und Werbung anfallen und nur noch 2% für den Inhalt.(1)

Veg: Was hat am meisten schockiert?

Nicole-Rahel: Als Vegetarierin fand ich es als Skandal, dass z.B. so viele Produkte aus Schlachthausabfällen, also aus Bestandteilen von toten Tieren, in der Kosmetik verwendet werden.

Veg: Wie bitte? Habe ich richtig gehört? In meiner Rasiercreme befinden sich Schlachtabfälle?

Nicole-Rahel: Nicht nur in deiner Rasiercreme können sich Schlachthausabfälle befinden, sondern auch in Shampoos, Augencremes, Gesichtsmasken, Gesichtscremes, Body Lotions, ja sogar in deiner Zahnpasta oder in Deos etc. Natürlich merkst du das als Laie nicht, auch wenn du die Inhaltsangaben studierst, denn die Hersteller schreiben ja nicht "Plazenta" oder "Fischschuppen" oder "Knochenmehl" etc.(2) auf das hübsche Flacon. Zudem, wer vermutet schon in einem so toll riechenden Produkt so grausliche Zutaten?

Veg: Kannst du ein konkretes Beispiel nennen?

Nicole-Rahel: "Sus" bedeutet z.B. Schweinehaut.(3) Oder wer würde z.B. hinter der Bezeichnung "Acetylated Hydrogenated Lard" oder "Adeps suillus" Schweineschmalz vermuten? Oder wusstest du dass "Ambra"(4) aus Waldärmen stammt? Oder dass "Cystin" aus Urin und Pferdehaaren entnommen wird? Selbst Haifische müssen oft für die Gewinnung von "Squalene" in Lippenstiften herhalten. Und wer weiß schon, dass der Perlglanz in Lidschatten oft von Fischschuppen stammt? Oder "Elastin" aus den Nackensehnen von geschlachteten Rindern. Geschockt hat mich auch, dass aus der Plazenta von Muttertieren Hautcremes und Gesichtsmasken hergestellt werden. Reicht das fürs Erste?

Veg: Das ist ja wirklich ein Schocker, vor allem für Vegetarier.

Nicole Rahel: Aber was mich ebenfalls ernüchterte, war die Tatsache, dass ein herkömmliches Kosmetikprodukt oft zu 90%(5) aus Wasser und hautunfreundlichen Erdölderivaten, künstlichen Duftstoffen und anderen chemischen Zusatzstoffen hergestellt wird. Diesem ganzen Chemiemix wird dann z.B. noch etwas billiges Olivenöl beigefügt, was dann übergroß auf dem Etikett steht. Diese "Olivencreme" wird dann so vermarktet und verpackt, dass auch der letzte Kunde das Gefühl hat, er kaufe 100% Natur und tue seinem Körper etwas wirklich Gutes.

Veg: Das bedeutet auch, dass ich oft etwas vermeintlich Hochwertiges, schön Eingepacktes, mit großer Freude und mit teuerem Geld Erkauftes verschenke, ohne zu wissen, dass es vielleicht der "letzte Dreck" ist und dem anderen womöglich noch schadet. Oder übertreibe ich jetzt?

Nicol-Rahel: In einigen Kosmetika befinden sich Formaldehydabspalter, von denen bekannt ist, dass sie die Haut altern lassen, und die zudem im Verdacht stehen, Krebserkrankungen anzuregen.(6) Öle mineralischer Herkunft, die auf der Haut einen eher abschließenden Film bilden(7), können sich laut Untersuchungen der WHO(8) im Körper anreichern und Leberschäden verursachen. Der Stoff "Sodium Lauryl Sulfate", in Shampoos und Duschbädern enthalten, ist ein billiger und aggressiver Rohstoff. Er befindet sich ebenfalls in starken Putzmitteln, die zum Reinigen von Garagenböden oder Backöfen eingesetzt werden. Sie können sich in Herz, Lunge, Leber und Hirn ablagern, Schuppenbildung verursachen u.v.m.(9)

Veg: Stopp, das reicht... Inaki. du bist ein Biologe aus Spanien. War es auch deine Motivation, hier bei ApostelKräuter zu arbeiten, um natürliche Kosmetika ohne Chemiezusätze herzustellen?

Inaki: Ja, denn letztlich ist es auch gewissermaßen ein Betrug am Kunden, der sich in diesem Angebotsdschungel nicht mehr zurechtfindet und gar nicht wissen kann, was er kauft. Denn selbst die Vermerke "mit Wirkstoffen aus der Natur", "ohne Konservierungsstoffe" oder gar "Kosmetik ohne Tierversuche" geben dem Kunden im Prinzip keine endgültige Garantie. Es gibt so viele Gesetze, die mit doppeldeutigen Spitzfindigkeiten umgangen werden. Manchmal werden Produkte auch bestrahlt, um sie sehr lange haltbar zu machen. Es gibt bei gewissen Zutaten auch Mindestgrenzen, unter denen sie erst gar nicht deklariert werden müssen. Eine zusätzliche Verwirrung für den Kunden bringt der Umstand, dass die Bezeichnug "Naturkosmetik" nicht geschützt ist und deshalb derzeit von vielen benutzt wird, obwohl viele diese Produkte meist wenig mit Kräutern und Natur zu tun haben - jedenfalls nicht so, wie der Name und die Verpackung es suggerieren.

Die Johanniskrautpflanzen

für unser Apostel-Kräuter-Johannis-krautöl bauen wir kontrolliert ökologisch auf ausgesuchten Flächen auf den Höhen des Spessarts an.

Veg: Im Gegensatz dazu könnte man die Produkte von Apostel- Kräuter als naturrein bezeichnen?

Susanne: Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass es so ist. Nehmen wir z. B. unser Ringelblumenöl und das Johanniskrautöl. Beides sind Öle, die ausschließlich aus Blüten hergestellt werden, die in hochwertigstem kalt gepressten und ökologisch angebauten Olivenöl angesetzt wurden. Außer diesen zwei Bestandteilen wird nichts beigefügt. Durch unsere spezielle Herstellungsweise erreichen wir auch ohne Konservierungsstoffe eine gute Haltbarkeit. Unsere Produkte sind sehr konzentriert und dadurch sehr ergiebig. Für viele Kunden ist dies eine positive Erfahrung. Gerade bei der Gesichtspflege, die überwiegend nur aus Pflanzenölen besteht, hat man eigentlich drei Produkte in einem. Neben der normalen Anwendung als Gesichtscreme eignet sie sich, etwas dicker aufgetragen, wunderbar als Gesichtsmaske. Verdünnt mit etwas Rosenwasser oder reinem Wasser erhält man ein leichtes Fluid mit Frischeeffekt. Dies ist bei unserer Gesichtspflege möglich, weil aus dem Inhalt einer unserer Cremes - verglichen mit der herkömmlichen Kosmetik - im Schnitt etwa 10-20 Creme-Töpfchen hergestellt werden könnten.
Auch unsere Shampoos, die es mit Ringelblumen, Brenneseln, Lindenblüten, Zinnkraut oder Rosenblüte gibt, sind äußerst ergiebig. Sie enthalten keine Verdickungsmittel, sind deshalb etwas dünnflüssig und verlangen eine etwas andere Anwendungsweise. Dafür kommt man mit einer 500-ml-Flasche ein halbes bis ein drei viertel Jahr zurecht. Damit erweist sich der etwas höhere Preis am Ende doch als die weitaus günstigere Variante. Von den gesundheitlichen Aspekten ganz zu schweigen. Gerade bei Badeölen und Schaumbädern sollte man sich bewusst machen, in was man sich da eine halbe Stunde hineinlegt und dass gerade das warme Wasser die Poren öffnet und die Haut noch aufnahmefähiger macht. Oder anders ausgedrückt: Will ich das pink-orange, herrlich synthetisch duftende "Etwas" in meinem Badewasser tatsächlich auch im Körper haben?

Veg: Ich glaube, es ist wie ein Bewusstwerdungsprozess. Erst wenn man einmal weiß, welche Inhaltsstoffe Kosmetika üblicherweise enthalten, schätzt man die richtige Naturkosmetik, die in überschaubarer Handarbeit, mit natürlichen Düften und von Hand gepflückten Blütenblättern hergestellt wird.
Susanne: Wenn man es sich so recht überlegt, dann möchte man doch nicht schon früh am Morgen seinen Körper mit irgendwelchen Chemikalien und synthetischen Düften, die aus äußerst zweifelhaften Rohstoffen hergestellt sind, belasten. Ein ganz anderes Gefühl ist es doch, Cremes und Shampoos aus richtigen Rosenblättern, Lavendelblüten oder Lindenblüten zu verwenden. So beginnt der Tag einfach positiv und erfrischend. Die feinen Düfte und die Kraft und Energie der Kräuter wirken sofort aufs Gemüt und lassen uns ganz anders in den Tag gehen.

Auf dem Dachboden

werden die Rosenblütenblätter und die Kräuter langsam und schonend getrocknet.

Veg: Du hast vorhin angedeutet, dass wir auch über die Hautporen einiges aufnehmen?
Susanne: Für viele Stoffe erweist sich die Haut sogar als aufnahmefähiger als der Darm. Zudem nehmen wir von den Kräutern sicher auch feinstoffliche Informationen auf. Welche Informationen Schlachthausabfälle weitergeben, weiß ich nicht...

Veg: Welches ist das Highlight in eurer Produktion?
Inaki:
Viele Produkte sind beliebt, z.B. unsere Gesichtskosmetik: die Jojoba-Serie, die Aloe-Vera-Pflegelinie und natürlich unsere Shampoos. Aber einzigartig ist unser Johanniskrautöl.
Es ist nicht nur ein hervorragendes und entspannendes Massageöl, sondern auch besonders hilfreich bei Verspannungen und dadurch bedingten Rücken- und Nackenschmerzen. Ein absoluter Favorit ist das Johanniskrautöl bei unseren Kunden zum Entspannen nach einem stressigen Tag oder bei Einschlafschwierigkeiten. Selbst die dunkle Jahreszeit, die leicht depressiv macht, lässt sich damit leichter bewältigen.

Veg: Wenn man das so hört, könnte man sagen, dieses Öl ist nicht nur äußerlich angewendet eine Hilfe, sondern auch etwas für die Nerven.

Inaki: Ja, unser Johanniskrautöl ist ein wahrer Balsam für Nerven und Seele; für mich gehört es in jede Hausapotheke, weil es bei vielen kleinen Wehwehchen eingesetzt werden kann.

Veg: Ich könnte mir vorstellen, dass viele eurer Produkte auch als Geschenk gut geeignet sind.

Inaki: Natürlich freut sich jede Frau, wenn sie ein Rosenshampoo aus echten Rosenblütenblättern bekommt. Wir füllen Kräuterbäder und Shampoos extra für Geschenkzwecke in besonders hübsche Flaschen ab, deren Formen zum Teil außergewöhnlich kunstvoll sind. Gerade für Weihnachten sind diese Flaschen der Renner und bei allen sehr beliebt, aber auch unsere reine Naturkosmetikserie und das Rosenwasser sind auf der Geschenkliste ganz oben.

Veg: Vielen Dank für das Gespräch und auch weiterhin viel Erfolg mit euren ehrlichen Produkten direkt aus der Natur.

*Aus einer Erklärung von Senator Edward M. Kennedy am 10.11.97 gegen einen Reformgesetzentwurf, der die Kosmetika weitgehend von staatlichen Vorschriften befreit (D-MA) HR 1411. Das Gesetz wurde entgegen der Proteste angenommen.


APOSTEL-KRÄUTER
Naturprodukte-Versand
Telefon: 09394/99990 (24 Std.)
Bestell-Fax: 09394/99992
Im Internet: www.apostel-kraeuter.com


1) Susanne Kehlbusch: Alles klar mit Haut und Haar
2) www.Peta.de
3) Heinz Knieriemen u. Paul Silas Pfyl;
Kosmetische Inhaltstoffe von A bis Z
4) www.Peta.de
5) Rita Stiens, Naturkosmetik- das Praxisbuch
6) Dieter Wundram, Kosmetik-Chemie in Haut und Haaren
7) Rita Stiens, Naturkosmetik-das Praxisbuch
8) www.without.de
9) Öko-Test, Heft 06/01

Bei den Kosmetikprodukten von Apostel-Kräuter

Naturprodukten wird besonderer Wert darauf gelegt, dass nur hochwertigste und rein natürliche Rohstoffe verwendet.